ACS
Adiabatic cooling system
Die Forschungsgruppe Innovative Produkte & Systeme (FIPS) entwickelte mit dem Projekt Adiabatic Cooling System (ACS) ein modulares Kühlsystem, das auf keramischen Strukturen basiert und speziell für den Einsatz im urbanen Raum konzipiert ist. In Kooperation mit Industriepartnern entstand ein neuartiges System, das passive Verdunstungskühlung mit optionaler aktiver Temperierung verbindet und damit auf steigende Hitzebelastungen in Städten reagiert.
Im Mittelpunkt des Projekts stand die Entwicklung keramischer Kühlmodule, die als Boden‑, Wand‑ oder Deckenflächen in Pavillons, Wartezonen oder Aufenthaltsbereichen eingesetzt werden können. FIPS verantwortete die vollständige Systemkonzeption – von der materialtechnischen Auslegung über die Gestaltung der Gyroid‑Strukturen bis hin zur Entwicklung eines modularen Baukastensystems. Evidenzbasierte Versuchsreihen im Labor bildeten das Rückgrat des Projekts. Hohe Anforderungen an Aufenthaltsqualität, Barrierefreiheit, gestalterische Einbindung in den Stadtraum, Wasserspeicherfähigkeit, thermische Effizienz und Nutzerwahrnehmung wurden systematisch untersucht und mit industriellen Fertigungsanforderungen abgeglichen. Auf dieser Grundlage entstand ein skalierbares System, das kommunalen Akteuren und Industriepartnern eine praxistaugliche Antwort auf urbane Hitzeinseln bietet – mit dem Ziel, langfristig nutzbare, energieeffiziente Kühlorte im öffentlichen Raum zu schaffen.

Team
Prof. Tom Philipps, Dipl.-Des. Tim Collosseus, Dipl.-Des. Felix Pany
h_da Verbundprojekt
ZFE2_ACS


