04.05.2026, 19:15 Uhr
Aula, Fachbereich Gestaltung, Mathildenhöhe – Hochschule Darmstadt
Afterlives of Americanism
Following the Ripples of History into Trump’s America
Der Fotograf Benjamin Rasmussen, aufgewachsen auf den Philippinen mit einer amerikanischen Mutter und einem färöischen Vater, beschäftigt sich in seiner Arbeit mit den Schnittstellen von Geschichte, Politik und kultureller Identität. Aktuell untersucht er die Nachwirkungen des amerikanischen Kolonialismus auf den Philippinen.
In seinem 2022 erschienem Buch The Good Citizen untersucht Rasmussen über einen Zeitraum von acht Jahren hinweg die Frage wie amerikanische Identität historisch gewachsen ist und bis in die Gegenwart fortwirkt. Dafür reiste er durch 43 Bundesstaaten und porträtierte über 500 Menschen deren Lebensrealitäten mit politischen und gesellschaftlichen Strukturen verwoben sind. In der Verbindung von fotografischen Arbeiten und Essays des Rechtswissenschaftlers Frank H. Wu entsteht ein vielschichtiger Blick auf Zugehörigkeit Ausschluss und die widersprüchlichen Narrative des „Amerikanisch-Seins“.
Rasmussen lebt und arbeitet in den USA. Seine Arbeiten werden international ausgestellt; zudem publiziert er regelmäßig in renommierten Medien wie Time, The New Yorker und The New York Times.
Die Gespräche zur Fotografie am Fachbereich Gestaltung der Hochschule Darmstadt verstehen sich als diskursive Plattform zwischen künstlerischer Praxis und theoretischer, gesellschaftlicher Reflexion. Im Mittelpunkt steht die Frage nach der Rolle fotografischer Bilder im Kontext gesellschaftlicher, medialer und ästhetischer Transformationsprozesse.
Fotografie wird dabei nicht als reine Abbildung verstanden, sondern als epistemisches und gestalterisches Verfahren. Die Veranstaltungsreihe eröffnet einen Raum für kritische Auseinandersetzung, in dem Perspektiven aus Kunst, Theorie und Gesellschaft miteinander in Dialog treten.
In Kooperation mit den Darmstädter Tagen der Fotografie und dem Wohnzimmerabend.
